Geschichte

60 Jahre Einsatz für Meckenheim

2006 wurde die CDU in Meckenheim 60 Jahre alt. Mit einem Festakt am 19. August 2006 wurde mit vielen Gästen auf die ereignisreiche Geschichte zurückgeschaut. Eine Geschichte, die ereignisreich und spannend ist und Zeugnis für ein langjähriges Engagement für Meckenheim. Ein Auszug aus der Chronik* dokumentiert die vielfältigen Aktivitäten der Meckenheimer Union, die die Entwicklung Meckenheims maßgeblich mitgeprägt haben: 1946, die Meckenheimer Bürger sind bemüht ihre Stadt, vom Krieg gezeichnet, rasch wieder aufzubauen. Den Menschen in Meckenheim ging es in jener Zeit jedoch nicht nur darum, ihre Lebensgrundlage wieder herzustellen. Sie verspürten den dringenden Wunsch nach freier politischer Meinungsbildung und -äußerung. Ein unschätzbares Gut, das ihnen in den vorangegangenen Jahren der Diktatur vorenthalten worden war. Als durch die britische Militärregierung die Möglichkeit zu politischer Betätigung gegeben wurde, gründeten engagierte Meckenheimer Bürger im Frühjahr 1946 den CDU-Ortsverband Meckenheim. Hier fanden vor allem die Anhänger der vor 1933 auch in Meckenheim starken Zentrumspartei sowie andere Kritiker des überwundenen Regimes eine neue politische Heimat. Die Gründungsmitglieder der CDU Meckenheim waren: Bernhard Baumann, Fritz Grass, Gottfried Grass, Heinrich Grass, Johann Hepenstrick, Johann Kentenich, Heinrich Krämer, Wilhelm Moll, Nikolaus Sartorius, Dr. August Schumacher, Margret Schumacher. Zum ersten Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Meckenheim wurde Dr. August Schumacher gewählt.Zu den zentralen Themen der Geschichte des CDU-Stadtverbandes Meckenheim gehört die Stadtentwicklung. Seit der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wurde deutlich, dass die Wiedervereinigung kurz- oder mittelfristig nicht realistisch war. Man begann, sich auf eine längerfristige Teilung Deutschlands einzustellen. Mit den durch die wiedererlangte Souveränität gewachsenen Aufgaben der Bundesregierung wuchs auch die Zahl der Regierungsangestellten und Beamten in der nun als „dauerhaftem Provisorium“ verstandenen Bundeshauptstadt Bonn. Wohnraum wurde dort zunehmend knapp und teuer. Die Menschen zogen deshalb vermehrt in die Vororte und die Umgebung Bonns. Häufig war Zersiedelung die Folge. Zunehmend rückte auch Meckenheim in das Interesse der Bauunternehmen. Meckenheim hatte Anfang der 1960er Jahre ca. 5000 Einwohner. Die heutige Altstadt machte neben den anderen Ortschaften des Amtes das wesentliche Wohngebiet aus. Die Struktur war durch eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten geprägt. Abseits der Hauptstraße herrschten Landwirtschaft und Obstbau vor. Kreis- und Landesverwaltung beschlossen vor dem Hintergrund des im Kreisgebiet bisher vorherrschenden Wildwuchses, in Meckenheim einen anderen Weg zu gehen: Erstmals sollten geplant und koordiniert völlig neue Stadtteile entstehen und diese mit dem gewachsenen Ortskern verbunden werden. Gedacht war an ein Mittelzentrum mit 25.000 bis 30.000 Einwohnern. Wer glaubt, dass dies alles mit einigen wenigen Beschlüssen möglich gewesen sei, der irrt. Im Gegenteil: Die Stadtentwicklung war ein langwieriger Prozess, der auch die CDU Meckenheim auf eine Belastungsprobe gestellt hat. Lange Zeit standen sich Befürworter und Gegner des Projekts in Partei, Vorstand und Fraktion gegenüber. Wenn man berücksichtigt, dass es sich bei diesem städtebaulichen Projekt um die bisher gravierendste Veränderung handelte, die Meckenheim je erfahren hat, ist dies wohl nur allzu verständlich. Schließlich waren solche Vorhaben damals auch bundesweit noch die Ausnahme, die Erfahrungen – positiv wie negativ – dementsprechend gering. In der Rückschau darf sich die CDU Meckenheim jedoch anrechnen, wesentlicher Motor für die Entwicklung Meckenheims hin zu einer modernen und gleichzeitig lebenswerten Stadt gewesen zu sein. Zunehmend zeichnete sich Mitte der siebziger Jahre eine deutliche Mehrheit der Befürworter auch im Vorstand und in der Ratsfraktion ab, die die Entwicklung Meckenheims energisch vorantreiben wollten. heim wuchs nun rasant. Es entstand das Wohngebiet Merl-Lehmwiese, Merl-Steinbüchel mit der Heroldpassage, das Sondergebiet mit dem Deutschen Roten Kreuz und das kleine Gewerbegebiet an der Grenzstraße. Wenig später folgte das Wohngebiet Neue Mitte mit dem neuen Geschäftszentrum Neuer Markt. Die alte „Barackenschule“ im Ruhrfeld sollte ebenfalls bald der Vergangenheit angehören. Schon bald begannen die Bauarbeiten für das Schul- und Sportzentrum mit Konrad-Adenauer-Gymnasium und Geschwister Scholl-Hauptschule (heute mit Theodor-Heuss-Realschule). Auch die Anbindung an Bonn wurde in dieser Zeit verbessert. Mussten sich Pendler und Güterverkehr bisher über die Landstraße nach Bonn quälen, sorgte ab dem 26. Juni 1975 die neu gebaute Autobahn 565 für eine optimale Anbindung an Bonn, Köln und das Ahrtal. Meckenheim wurde damit auch zunehmend für Gewerbeansiedlungen attraktiv. Im Dreieck zwischen der Altstadt, dem Ortskern Merls und Lüftelberg entstand ein großes Gewerbegebiet, das zahlreiche auch international arbeitende Firmen mit vielen qualifizierten Mitarbeitern anzog. Besonderes Augenmerk wurde von Stadtdirektor und CDU-Fraktion darauf gerichtet, eine ausgewogene Struktur der angesiedelten Gewerbebetriebe zu schaffen und vor allem „sauber“ produzierende Betriebe zu gewinnen. Auf diese Weise konnte sowohl die Wirtschaftskraft Meckenheims gestärkt als auch die Lebensqualität.